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Über zwei Meere

Madagaskar ist musikalisch ein Kontinent, ein Schmelztiegel Lied gewordener Hoffnungen. Die Bevölkerung der Insel, die lange unter rücksichtsloser Kolonialisierung litt, kam auch nach der Unabhängigkeit nicht zur Ruhe und der Kampf um soziale Gerechtigkeit dauert weiterhin an. So ist die Musik von Dama von sozialem Engagement, aber auch von Poesie und lebendiger Herzenswärme durchdrungen.

 

Dama Mahaleo gründete als Student während des Generalstreiks von 1972 die Gruppe „Mahaleo“, welche mit ihren engagierten Texten auf Malagasy zehntausende begeisterte. Noch heute ist Mahaleo eine der erfolgreichsten Bands Madagaskars. Der charismatische Musiker setzt sich mit seinen Liedern, aber auch als Landwirtschaftsberater, besonders für die benachteiligte Landbevölkerung ein und war zweimal Abgeordneter der Nationalversammlung Madagaskars. 2002 wirkte er als deren Vizepräsident. Dama Mahaleo war sowohl mit der Gruppe Mahaleo wie auch als Mitglied der Madagascar All Stars, einem Zusammenschluss der bekanntesten Musiker des Landes, mehrmals in der Schweiz zu Gast. In der Konzertreihe „Musik am See“ in Erlach geht er nun zusammen mit dem brasilianischen Gitarristen David Tavarez auf die Bühne. Nach dem Studium klassischer und Flamenco spielte dieser in den letzten 25 Jahren an ungezählten Festivals rund um den Globus. Besonderen Erfolg hatte sein Projekt “Un Brasileño en Madrid”. David Tavarez umspielt Damas beschwingte Akkorde mit grosser Virtuosität und bringt Elemente des Flamenco, des Baiao, Samba oder des kubanischen Son ein.

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Dama Mahaleo
Donnerstag, 23. Mai, 20.15 Rathaus, Erlach
Freitag, 24. Mai, 20.30 Kulturhof Schloss, Köniz

 
   
 
Erschienen

Yilian Cañizares

Ochumare

Naïve (2013)

[es] Das ist, was man Berufung nennt. Mit zwei Jahren schon steht die Kubanerin Yilian Cañizares zum ersten Mal auf der Bühne. Mit sieben verliebt sie sich in eine Geige. Im Wahlfach Musik der Primarschule beginnt sie, Piano und Geige spielen zu lernen. Später, während ihrem Studium der klassischen Musik, flirtet sie mit dem Jazz, sobald ihr die Lehrer den Rücken zeigen. Heute in Lausanne zu Hause publiziert Yilian Cañizares erstmals eine CD unter ihrem eigenen Namen unter dem Titel „Ochumare“ (auf Deutsch „Regenbogen“). Bisher war Ochumare auch der Name ihrer Gruppe mit ausgezeichneten Musikern von hier und dort (der Schweizer Cyril Regamey an der Perkussion, David Britto aus Venezuela am Kontrabass und der französische Pianist Abel Marcel). Gemeinsam sind sie auf den Bühnen der Romandie und Umgebung keine Unbekannten mehr. Die CD „Ochumare“ zeugt vom gemeinsam zurückgelegten Weg und vereint die verschiedenen Einflüsse. Geprägt von der vielfältigen Musik Kubas und der Santeria, gespielt mit perfekter musikalischer Technik, ist die CD von Anfang bis Ende voller Jazz-Feeling und hebt wiederholt mit inspirierten Solis ab.

 

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Hinweise

SüdKulturFonds

Fachkommission Musik vom 11. Februar 2013

14 Beiträge hat die Musik-Kommission des SüdKulturFonds an ihrer Sitzung vom 11. Februar 2013 gesprochen. Drei Festivals, zwei CD-Produktionen, drei Tourneen, fünf Veranstaltungsreihen und eine Einzelveranstaltung werden insgesamt mit 193'000 Franken unterstützt. Die Beiträge gehen von 80'000 Franken an das umfangreiche und vielseitige Jahresprogramm der Ateliers d’Ethnomuiscologie in Genf bis hin zu 2'000 Franken an ein einzelnes Konzert im Volkshaus Zürich. Mit dabei sind auch spannende Jahresprogramme von bee-flat in Bern oder der Spirale in Fribourg, sowie Festivals in Cully oder Stans. Beiträge fliessen auch ins Wallis und ins Tessin, wo einzelne Veranstalter sein Jahren gute Musik aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa programmieren. Lediglich zwei Anträge konnten nicht unterstützt werden, weil die Projekte nach Meinung der Kommission wenig Aussichten auf genügend Resonanz versprachen.

 

Ausführliche Informationen zum SüdKulturFonds sind hier zu finden, die aktuellen Listen der 2013 und in den Vorjahren unterstützten Projekte hier.

   
 
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