logo
muster_oben
  RSS_Feed   Facebook

 

 

linierot

Star-Gala mit Farbtupfern

[jk] Afropfingsten bringt dieses Jahr fast nur Headliner. Viele von ihnen sind alte Bekannte in Winterthur, z.B. Alpha Blondy der grosse Star des Reggae Abends. Für Entdeckungen bleibt ganz wenig Platz, und die kommen an diesem Abend aus den USA: Groundation - Roots-Reggae mit klarer Botschaft, und Meta and the Cornerstones, in deren Klangwelt sich Hip Hop und Reggae, Brooklyn und Senegal, mischen.

 

Die Samstagskonzerte sind mit Global Night übertitelt, könnte aber eben so gut Kontraste heissen. Zwei Ladies mit afrikanischen Wurzeln setzen auf unterschiedliche Karrieren: Iyeoka, Amerikanerin mit nigerianischen Wurzeln, gilt als die neue Sade der Pop-Welt. Die Malierin Rokia Traoré geht mit jeder neuen CD konsequenter den Weg einer Künstlerin zwischen den Kulturen: Afrika im Herzen, die Songs sind jedoch mit europäischer Tinte geschrieben. Die Entdeckung dieses Abends sind wohl Gnawa Diffusion. Die Secondos mit Wurzeln in Nordafrika und Basis in Grenoble bieten Raï-Rock vom feinsten, inkl. sozialkritische Grundnote.

 

Der Sonntag bringt ein Staraufgebot aus Afrika. Zum Auftakt Frauenpower pur mit Kareyce Fotso aus Kamerun, Dobet Gnahoré und Manou Gallo von der Elfenbeinküste. Dann der rockende Ngoni-Meister aus Mali, Bassekou Kouyaté, und die jüngere Generation der Tuareg-Rockszene, Tamikrest. Am Abend zuerst die Alt-Stars aus Mali, Salif Keita und Amadou & Mariam, dann aus Simbabwe die Shootingstars des letzten Jahres, Mokoomba, und mit Seun Kuti gibt’s Afrobeat zum abtanzen bis weit in die Nacht.

linierot

Mokoomba (Zimbabwe)

Afro Pfingsten Festival
17. bis 19. Mai 2013, Winterthur

 
   
 
Erschienen

Yilian Cañizares

Ochumare

Naïve (2013)

[es] Das ist, was man Berufung nennt. Mit zwei Jahren schon steht die Kubanerin Yilian Cañizares zum ersten Mal auf der Bühne. Mit sieben verliebt sie sich in eine Geige. Im Wahlfach Musik der Primarschule beginnt sie, Piano und Geige spielen zu lernen. Später, während ihrem Studium der klassischen Musik, flirtet sie mit dem Jazz, sobald ihr die Lehrer den Rücken zeigen. Heute in Lausanne zu Hause publiziert Yilian Cañizares erstmals eine CD unter ihrem eigenen Namen unter dem Titel „Ochumare“ (auf Deutsch „Regenbogen“). Bisher war Ochumare auch der Name ihrer Gruppe mit ausgezeichneten Musikern von hier und dort (der Schweizer Cyril Regamey an der Perkussion, David Britto aus Venezuela am Kontrabass und der französische Pianist Abel Marcel). Gemeinsam sind sie auf den Bühnen der Romandie und Umgebung keine Unbekannten mehr. Die CD „Ochumare“ zeugt vom gemeinsam zurückgelegten Weg und vereint die verschiedenen Einflüsse. Geprägt von der vielfältigen Musik Kubas und der Santeria, gespielt mit perfekter musikalischer Technik, ist die CD von Anfang bis Ende voller Jazz-Feeling und hebt wiederholt mit inspirierten Solis ab.

 

PLAY  Play          [CD-Details]

 

[Alle Besprechungen]
 
Hinweise

SüdKulturFonds

Fachkommission Musik vom 11. Februar 2013

14 Beiträge hat die Musik-Kommission des SüdKulturFonds an ihrer Sitzung vom 11. Februar 2013 gesprochen. Drei Festivals, zwei CD-Produktionen, drei Tourneen, fünf Veranstaltungsreihen und eine Einzelveranstaltung werden insgesamt mit 193'000 Franken unterstützt. Die Beiträge gehen von 80'000 Franken an das umfangreiche und vielseitige Jahresprogramm der Ateliers d’Ethnomuiscologie in Genf bis hin zu 2'000 Franken an ein einzelnes Konzert im Volkshaus Zürich. Mit dabei sind auch spannende Jahresprogramme von bee-flat in Bern oder der Spirale in Fribourg, sowie Festivals in Cully oder Stans. Beiträge fliessen auch ins Wallis und ins Tessin, wo einzelne Veranstalter sein Jahren gute Musik aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa programmieren. Lediglich zwei Anträge konnten nicht unterstützt werden, weil die Projekte nach Meinung der Kommission wenig Aussichten auf genügend Resonanz versprachen.

 

Ausführliche Informationen zum SüdKulturFonds sind hier zu finden, die aktuellen Listen der 2013 und in den Vorjahren unterstützten Projekte hier.

   
 
   © artlink | Büro für Kulturkooperation      Design: Eva Rolli Visuelle Gestaltung