logo
muster_oben
  RSS_Feed   Facebook

 

linierot

Mehr als Spektakel

Vom 14. bis 31. August sind auf der Zürcher Landiwiese über dreissig Ensembles und KünstlerInnen aus allen Kontinenten zu Gast. Schwerpunkt des diesjährigen Theaterspektakels bilden Produktionen aus dem Nahen Osten, insbesondere aus Teheran: Amir Reza Koohestani hat Tschechows Drama „Iwanow“ bearbeitet (er wird damit und einem weiteren Stück von 30.8. bis 3.9. auch am Theaterfestival Basel zu Gast sein), Hamid Pourazari präsentiert ein Stück über die Rolle der Frau im Iran, erarbeitet mit zehn jungen Performerinnen. Das Festival überrascht aber auch wieder mit hybriden Formen zwischen Theater und Film, Tanz und Zirkus, Wissenschaft und Kunst, unter anderem mit den neusten Arbeiten von Mariano Pensotti (Argentinien) und Christiane Jatahy (Brasilien).

Was es braucht, dass solche Produktionen in der Schweiz zu sehen sind, wie sich Kunstschaffende und Kulturvermittler organisieren, um über Grenzen und Kontinente hinweg ihre Projekte realisieren zu können, ist Thema eines Treffens des Netzwerkes Shared Spaces während des Theaterspektakels, welches am Freitag 22. August auch zu einer öffentlichen Veranstaltung in der Gessnerallee in Zürich einlädt. „Shared Spaces“ ist ein informelles interkontinentales „Guerilla“-Netzwerk von Kulturorganisationen ...mehr

linierot  
   
 
Erschienen

Basel Rajoub Trio

Asia
(Edict Records 2013)

[es] Ohne Zweifel, Basel Rajoub ist ein Ausnahmetalent; vom Jazz inspiriert entlockt er seinem Saxophon die Mikrotöne der arabischen Tonleitern. Beim Anhören seiner neusten CD "Asia" überrascht aber vor allem die offenbare Schlichtheit, die Kunst seiner Melodien: Mit wenigen, seltsam familiär tönenden Noten zielt der syrische Musiker und Komponist direkt auf unsere intimsten Empfindungen. Basel Rajoub ist ein Konzentrat von höchst dramatischer Sensibilität, seine Musik ist intensiv melancholisch und gefühlsbetont. Jedes Instrument des unglaublich starken Trios entwickelt in freien Improvisationen seine Persönlichkeit. Die intensiven Arpeggien und Crescendos der Qanun (Kastenzither) von Feras Sharstan zeugen von grosser Leidenschaft, die Rhythmen des Perkussionisten Khaled Yassine von einer Subtilität, die unter die Haut geht. Die ganze CD lässt sich in einem Zug geniessen. Basel Rajoub, der sich inzwischen in Genf niedergelassen hat, ist erfreulicherweise ein produktiver Mensch. Nach seinen bemerkenswerten Auftritten am Cully Jazz Festival und am Amman Jazz Fesitval in Jordanien, arbeitet er unter dem Namen "Soriana" an einem musikalischen Projekt variabler Grösse: eine neue Trioaufnahme ist für diesen Herbst geplant, die neue Formation umfasst auch Musiker aus der Schweiz und aus Italien. Fortsetzung folgt.

 

       [CD Index]

[Alle Besprechungen]

 

 
Hinweise

SüdKulturFonds

Fachkommission Musik vom 19. Mai 2014


[ma] 25 Gesuche hatte die Musikkommission an ihrer letzten Sitzung zu beurteilen, so viele wie noch nie bisher. Auch der angefragte Betrag lag mit rund CHF 350'000 weiter über dem üblichen und auch dem zur Verfügung stehenden Budget. Die Kommission hatte damit keine andere Wahl, als die Kriterien des Fonds sehr streng anzuwenden und sich in erster Linie auf Projekte zu konzentrieren, die von den programmierten KünstlerInnen her oder von der Bedeutung des Anlasses als Plattform für deren Marktzugang als prioritär beurteilt werden können. Auch so war es nicht möglich, allen finanziellen Erwartungen zu entsprechen. 17 Gesuchen wurden CHF 93'000 zugesprochen, ein Gesuch mussten auf die nächsten Sitzung verschoben werden, die restlichen 7 erhielten eine Absage. Die bewilligten Beiträge gingen in 11 Fällen an Festivals, an zwei Tourneen und an eine Veranstaltungsreihe. Zudem wurde die Produktion von drei CDs unterstützt.

 

Ausführliche Informationen zum SüdKulturFonds sind hier zu finden, die Listen der unterstützten Projekte hier.

   
 
   © artlink | Büro für Kulturkooperation      Design: Eva Rolli Visuelle Gestaltung