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Spoken Word

Die Literatur der Spoken Word-Poeten und -Poetinnen geht auf die Bühne und ist nicht nur zwischen Buchdeckeln. Die DichterInnen sprechen über die Umstände, sie widersprechen, singen, schreien, rezitieren, klingen: Spoken Word – ein Zusammenspiel aus Poesie und Performance, im öffentlichen Raum, weltweit verbreitet, der Musik und der mündlichen Tradition verwandt.

Vom 18. bis 22. Mai sind vier herausragende Persönlichkeiten aus drei Kontinenten gemeinsam auf der Bühne zu erleben: Chirikure Chirikure, mehrfach preisgekrönter Lyriker und Performer aus Zimbabwe, dessen oftmals musikalisch begleiteten und sich bei jedem Vortrag wandelnden Gedichte die orale Tradition seines Landes mit einer zeitgenössischen, regimekritischen Haltung verbinden. Meena Kandasamy ist eine indische Dichterin, Soziolinguistin, Übersetzerin und Aktivistin, die sich in ihrer Arbeit mit dem Kastensystem, den Rechten der Dalit Minderheit, linguistischer Identität und Feminismus auseinandersetzt.  

Lebogang Mashile, eine Poetry Performerin, Schauspielerin, Moderatorin, Produzentin – kurz, eine „Ikone“ der zeitgenössischen südafrikanischen (Dicht-) Kunst, die in ihren preisgekrönten Werken die komplexen soziopolitischen Wandlungen in ihrer Heimat thematisiert. Und schliesslich der Zürcher Spoken Word Pionier Jurczok 1001, Dichter, Sänger und MC in Personalunion. Mit Melinda Nadj Abonji gründete er 1998 ein Text-Musik-Duo mit Human Beatbox und Literatur, Rap und elektrischer Geige. Sein Soloprogramm „Spoken Beats“ ist eine Werkschau, die von den rhythmischen Anfängen über die gesprochenen, erzählten Texte bis hin zu den jüngeren Songs reicht, in denen auch das Unausgesprochene an Raum gewinnt. Neben Auftritten in Bern und Zürich sind die vier auch an der Solothurner Literaturtagen zu Gast.

 

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Lebogang Mashile
Freitag, 18. Mai, 20h00: Aula im Progr, Bern
Samstag/Sonntag 19./20. Mai: Solothurner Literaturtage
Dienstag, 22. Mai, 20h00: Rote Fabrik Zürich

 

Weitere Lesung: Montag, 21. Mai, 20h00

Helon Habila (Nigeria), Öl auf Wasser. ONO Bühne, Bern

 
   
 
Erschienen

4tet - Different Song

Yang Jing, Michel Wintsch, Bänz Oester, Norbert Pfammatter
"Step in to the Future"
www.leorecords.com (2012)

[tbb] Yang Jing spielt in China auf grossen Konzertbühnen. In der Schweiz experimentiert sie mit Jazz und zeitgenössischer Musik. Ihr Spiel auf Pipa und Guqin vereint Kraft, Virtuosität, Poesie und Vielfalt im Ausdruck. Auf «Step in to the Future», der CD ihrer Schweizer Gruppe 4tet – Different Song, lässt sie uns jetzt an ihren neuesten Experimenten teilhaben. Sie spielt variantenreiche rhythmische Passagen mit Norbert Pfammatter (Schlagzeug), interagiert verspielt in temperierten und untemperierten Tönen mit Michel Wintsch (Piano) und sucht mit Bänz Oester (Bass) nach Phrasierungen zwischen Jazz und chinesischer Musik. «Ich finde in der Schweiz die Zeit, mich selber zu hören», erzählt Jing im Gespräch: «Ich bin der Natur so nahe – hier in meinem Haus in Aarburg. Im alten China galt das als höchstes Ziel überhaupt: In Einklang zu leben mit der Natur. Ich finde in der Schweiz die nötige Ruhe und Distanz zu meinem Schaffen. Ich kann nachdenken: Was tue ich eigentlich? Und was ist wirklich wichtig?“ Auf ihrer CD trumpfen Yang Jing und ihre Mitmusiker mit spannenden Kompositionen auf (z.B. «Noire meg» oder «Water Lily»), offerieren vielfältige Klang- und Geräuschstrukturen und gehen immer wieder unerwartete Wege. Eine CD zum mehrmaligen Anhören.

 

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Hinweise

Musik und Globalisierung

Thementage vom 29. bis 31. Mai

in Bern und Zürich

Renommierte Wissenschaftlerinnen, Musikjournalisten und Musiker aus dem deutschsprachigen Raum treffen sich Ende Mai in Bern im PROGR, dem Kino der Reitschule und in der Roten Fabrik Zürich zu Künstlergesprächen, Vorträgen und Konzerten, zu Podiumsdiskussionen und Filmvorführungen. Wie genau wird Musik in einer zunehmend digitalisierten und globalisierten Welt produziert und vertrieben? Welche musikalischen und nicht-musikalischen Wirkungsfelder prägen die musikalische Produktion mit? Welche Handlungsoptionen nutzen und kreieren Musiker aus diesen Wirkungsfeldern? Die Thementage werden sich mit diesen Fragen beschäftigen und auch die Diskussionen und Zwischenresultate des vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierten Forschungsprojektes «Globale Nischen: Musik in einer transnationalen Welt» an eine interessierte Öffentlichkeit vermitteln. Sie entstehen in Co-Produktion zwischen der HdK Zürich, artlink,  bee-flat, der Roten Fabrik und norient.com, dem Network for Local and Global Sounds and Media Culture.

 

Die Teilnahme am Tagesprogramm ist kostenlos, Anmeldungen sind erwünscht an reservation@norient.com Das Programm kann hier heruntergeladen werden.

   
 
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