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Multiple Afrikas

[cb] Der Salon du livre in Genf ist, verglichen mit anderen Buchmessen, klein und überschaubar. Aber er ist lebendig und bietet Besonderheiten, für die sich ein Besuch lohnt. Zu diesen gehört der Salon Africain du livre et de la presse, der bereits zum elften Mal stattfindet. Vom 30. April bis 4 Mai treffen sich unter dem Titel « Multiples Afriques !“ zahlreiche AutorInnen und VerlegerInnen zum Gespräch mit dem Publikum. Ehrengast ist der senegalesische Altmeister Cheikh Hamidou Kane, dessen Roman „L’aventure ambiguë“ zu den Klassikern afrikanischer Literatur gehört. Angekündigt unter anderen: Boubacar Boris Diop (Senegal), der Preisträger des „Prix des cinq continents“ Amal Sewtohul (Mauritius), die kamerunischen Autorinnen Léonora Miano, Calixthe Beyala und Hemley Boum. Geplant ist auch eine Debatte über Homosexualität in Afrika, u.a. mit den Autoren Max Lobe (Kamerun/Schweiz) und Berthrand Nguyen Matoko (Kongo).

Neben dem Salon Africain gibt es neu auch einen Pavillon des cultures arabes , in dem zahlreiche AutorInnen und Intellektuelle aus Marokko, Algerien, Tunesien, Ägypten ...mehr

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Cheikh Hamidou Kane


 
   
 
Erschienen

Wellenschläge

(The Rowing Lesson). Roman von Anne Landsman, Südafrika

Der Andere Literaturklub

Bei der weißen Landbevölkerung und den armen schwarzen Familien Kapstadts heißt er Dokter God – Harold Klein ist ein leidenschaftlicher, allseits respektierter Arzt, aber auch aufbrausend und herrschsüchtig, wie seine Tochter Betsy nur zu gut weiß. Sie hat sich ihm und Südafrika entzogen, um in New York ein Leben als Künstlerin zu führen. Als ihr Vater überraschend ins Krankenhaus eingeliefert wird und das Bewusstsein verliert, kehren sich die Rollen um: Er ist nun Patient, und die Tochter spürt seinem Leiden nach – das tief in der Familienbiografie und der Geschichte seines Landes wurzelt. Der Roman ist ein imaginäres Zwiegespräch über die Kindheit und Jugend des Vaters. Zu dessen intensivsten Momenten gehören Ruderausflüge auf dem Fluss Touw, einem alles entscheidenden Sehnsuchtsort für Vater und Tochter. In Wellenschläge erzählt Anne Landsman in einer einzigartig fließenden Sprache vom Leben einer jüdischen Familie vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs bis hinein in das Südafrika der Apartheid.
Anne Landsman studierte an der Universität von Kapstadt und der Columbia University. Für Wellenschläge erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Sunday Times Fiction Prize.

[Alle Besprechungen]

 

 
Hinweise

Tunesien im Fokus

Visions du Réel, Nyon
25. April bis 3. Mai 2014

Das Internationale Dokumentar- filmfestival Visions du Réel in Nyon zeigt in der Sektion „Focus“ Dokumentarfilme aus Tunesien. Dieser Teil des Festivals erforscht jedes Jahr ein Land im Süden oder in Osteuropa und sein Dokumentarfilmschaffen. „Tunesien steht mitten in einem sozialpolitischen Umbruch. In diesem Land, wo Verfechter der Burka und des Laizismus sich gegenüberstehen, ist es gut, dass die tunesischen Dokumentarfilmer das Geschehen mit der Kamera verfolgen», unterstreicht der Festivalpräsident Claude Ruey. Der Zweck der Sektion „Focus“ besteht nicht nur darin, dem breiten Publikum und den Vertretern der Filmbranche die Filme dieses Landes, und damit die soziale, kulturelle und menschliche Realität von Tunesien, zu präsentieren, sondern auch den tunesischen Institutionen, Produzenten und Filmemachern die Gelegenheit zu bieten, mit Gesprächspartnern aus ihren Bereich in Kontakt zu treten. Seit zehn Jahren, und ganz besonders in den letzten zwei Jahren, hat Tunesien eine umfangreiche und vielversprechende Dokumentarfilmproduktion hervorgebracht, die mit der Realität und der Kultur des Landes eng verknüpft ist. „Tunesien erlebt einen tiefgehenden Wandel. Die soziale, politische und wirtschaftliche Situation des Landes drängt seine Bewohnern zum kulturellen Schaffen, zum Ausdrücken dieser Realität, die zwar manchmal schmerzhaft ist, aber zugleich auch als Inspirationsquelle wirkt“, ergänzt der Festivaldirektor Luciano Barisone.

   
 
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