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Tanzendes Balafon

[jk] Farafina ist ein klingender Name. Die Truppe aus Burkina-Faso wurde 1978 vom Balafon-Meister Mahama Konaté gegründet. In den 80er und 90er Jahren erlangte die Band Weltruhm, weil sie ohne Berührungsängste mit so unterschiedlichen Musikern wie den Rolling Stones, Ryuichi Sakamoto oder Billy Cobham zusammen spielte. Die Truppe war eine Ikone der damals neu definierten Musikgattung «Weltmusik». Sie blieb es auch als ihr Gründer die Band verliess um sich wieder vermehrt als Musiklehrer betätigte. Denn Farafina steht auch für eine Musik- und Tanz-Schule in Bobo Dioulasso, welche ein zuverlässiges Mitglieder-Reservoir für die sich immer wieder neu formierende Band ist.

Zur Schweiz hat Farafina eine langjährige Beziehung. Nicht erst seit ihrem Auftritt 1985 am Jazzfestival Montreux, sondern weil sie in der Musik- und Tanzschule Eko-Dance im freiburgischen Marly auch so was wie eine schweizerische Cousine hat. In Marly und Bobo Dioulasso wurde im letzten Jahr das aktuelle Album eingespielt: «Denti Féré». Die musikalische Grundphilosophie ist dieselbe geblieben: Djembe und Tama, Shékere und Rasseln veranstalten zusammen mit einem oder zwei Balafons ein rhythmisches Perkussions-Feuerwerk. Die Sängerinnen und Sänger holen sich ihre Songvorlagen aus dem reichhaltigen Mandinka-Liederbuch und werfen sich Geschichten und Melodien zu. Die Musik bleibt akustisch, doch der Rhythmus-Klangkörper der vielköpfigen Band ist kräftig genug, dass sich Füsse und Knie bald dem Gesetz der Resonanz beugen und das Publikum zu tänzeln, zu tanzen beginnt.

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Farafina

Samstag, 01. Juni, 21.00 Rocking Chair, Vevey
Samstag, 22. Juni, 20.30 Observatoire, Genève
Freitag, 28. Juni, Place du Manoir, Martigny

 
   
 
Erschienen

Yilian Cañizares

Ochumare

Naïve (2013)

[es] Das ist, was man Berufung nennt. Mit zwei Jahren schon steht die Kubanerin Yilian Cañizares zum ersten Mal auf der Bühne. Mit sieben verliebt sie sich in eine Geige. Im Wahlfach Musik der Primarschule beginnt sie, Piano und Geige spielen zu lernen. Später, während ihrem Studium der klassischen Musik, flirtet sie mit dem Jazz, sobald ihr die Lehrer den Rücken zeigen. Heute in Lausanne zu Hause publiziert Yilian Cañizares erstmals eine CD unter ihrem eigenen Namen unter dem Titel „Ochumare“ (auf Deutsch „Regenbogen“). Bisher war Ochumare auch der Name ihrer Gruppe mit ausgezeichneten Musikern von hier und dort (der Schweizer Cyril Regamey an der Perkussion, David Britto aus Venezuela am Kontrabass und der französische Pianist Abel Marcel). Gemeinsam sind sie auf den Bühnen der Romandie und Umgebung keine Unbekannten mehr. Die CD „Ochumare“ zeugt vom gemeinsam zurückgelegten Weg und vereint die verschiedenen Einflüsse. Geprägt von der vielfältigen Musik Kubas und der Santeria, gespielt mit perfekter musikalischer Technik, ist die CD von Anfang bis Ende voller Jazz-Feeling und hebt wiederholt mit inspirierten Solis ab.

 

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Hinweise

SüdKulturFonds

Fachkommission Musik vom 11. Februar 2013

14 Beiträge hat die Musik-Kommission des SüdKulturFonds an ihrer Sitzung vom 11. Februar 2013 gesprochen. Drei Festivals, zwei CD-Produktionen, drei Tourneen, fünf Veranstaltungsreihen und eine Einzelveranstaltung werden insgesamt mit 193'000 Franken unterstützt. Die Beiträge gehen von 80'000 Franken an das umfangreiche und vielseitige Jahresprogramm der Ateliers d’Ethnomuiscologie in Genf bis hin zu 2'000 Franken an ein einzelnes Konzert im Volkshaus Zürich. Mit dabei sind auch spannende Jahresprogramme von bee-flat in Bern oder der Spirale in Fribourg, sowie Festivals in Cully oder Stans. Beiträge fliessen auch ins Wallis und ins Tessin, wo einzelne Veranstalter sein Jahren gute Musik aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa programmieren. Lediglich zwei Anträge konnten nicht unterstützt werden, weil die Projekte nach Meinung der Kommission wenig Aussichten auf genügend Resonanz versprachen.

 

Ausführliche Informationen zum SüdKulturFonds sind hier zu finden, die aktuellen Listen der 2013 und in den Vorjahren unterstützten Projekte hier.

   
 
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