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Immer auf dem Laufenden

Im Mai 1998 fand im Bundeshaus die Nord-Süd-Konferenz für Nachhaltige Entwicklung statt. Organisiert wurde sie von der Arbeitsgemeinschaft der Hilfswerke (heute „Alliance Sud“), welche während der Planung der Konferenz mit der Idee an artlink (damals „Kultur und Entwicklung“) trat, zum Anlass ein kulturelles Begleitprogramm zu konzipieren. Anstatt nun das übliche zu tun, nämlich einige Konzerte oder eine Ausstellung rund um die Konferenz zu organisieren, schlug artlink vor, mit einem einmaligen Magazin die zahlreichen Kulturanlässe in der Schweiz sichtbar zu machen, in welchen KünstlerInnen aus Afrika, Lateinamerika und Asien im Rampenlicht stehen. Dies einerseits mit redaktionellen Beiträgen zu Musik, Theater, Literatur und Kunst, aber auch mit einer vierseitigen Agenda, welche auf über 300 Anlässe aus der ganzen Schweiz hinwies, die im Mai und Juni 1998 stattfanden. Die umfangreichen Recherchen für das Magazin vice-versa wurde zur Geburtsstunde einer auf den Süden und Osten spezialisierten Kulturagenda. 32'000 Anlässe haben seit Mai 1998 den Weg in unsere Agenda gefunden, das sind also durchschnittlich 2000 pro Jahr; und wir können behaupten, 80 bis 90 Prozent der uns interessierenden Anlässe zu erfassen. Die artlink-Agenda ist damit eine zuverlässige Informationsquelle für Kulturinteressierte, JournalistInnen, Veranstalter und Förderstellen… und auch für uns selbst ein wichtiges Arbeitsinstrument zur Dokumentation und Förderung von Kulturschaffenden aus dem Süden und Osten der Welt.  Zur Agenda

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Erschienen

Nehad El-Sayed

Yarns
(TMR 2014)

[ma] Nach einer Ausbildung zum klassischen Oud-Spieler und Musiklehrer in Kairo kam Nehad El-Sayed 2005 als artist-in-residence in die Schweiz. Hier knüpfte er Kontakte mit der Hochschule der Künste in Bern, entdeckte die bekannten Komponisten der Gegenwart und erwarb 2010 schliesslich den Master in Komposition und Theorie in Bern. Im Booklet seiner ersten CD beschreibt er, wie er sich seither von den Fäden der unterschiedlichen Musiktraditionen umwoben fühlt und wie er darin sein eigenes Netz spinnt. Begleitet von vier Musikern aus Ägypten und der Schweiz hat Nehad ein vielschichtiges, überraschendes und sehr persönliches Werk eingespielt. Die klassisch-arabische Improvisationsform des Taqasim trifft auf westlich geprägte Loop-Formen, modale Passagen gehen in Polyphonie über. Bassklarinette und Kontrabass öffnen der virtuos gespielten Oud Raum in die Tiefe, diverse Trommeln, Schellenringe und Cajón sorgen für viel Drive in den rhythmusstarken Passagen. Das Album wurde von den fünf Musikern im vergangenen Mai und Juni in der Schweiz in 10 Konzerten live präsentiert.

 

       [CD Index]

[Alle Besprechungen]

 

 
Hinweise

SüdKulturFonds

Fachkommission Musik vom 19. Mai 2014


[ma] 25 Gesuche hatte die Musikkommission an ihrer letzten Sitzung zu beurteilen, so viele wie noch nie bisher. Auch der angefragte Betrag lag mit rund CHF 350'000 weiter über dem üblichen und auch dem zur Verfügung stehenden Budget. Die Kommission hatte damit keine andere Wahl, als die Kriterien des Fonds sehr streng anzuwenden und sich in erster Linie auf Projekte zu konzentrieren, die von den programmierten KünstlerInnen her oder von der Bedeutung des Anlasses als Plattform für deren Marktzugang als prioritär beurteilt werden können. Auch so war es nicht möglich, allen finanziellen Erwartungen zu entsprechen. 17 Gesuchen wurden CHF 93'000 zugesprochen, ein Gesuch mussten auf die nächsten Sitzung verschoben werden, die restlichen 7 erhielten eine Absage. Die bewilligten Beiträge gingen in 11 Fällen an Festivals, an zwei Tourneen und an eine Veranstaltungsreihe. Zudem wurde die Produktion von drei CDs unterstützt.

 

Ausführliche Informationen zum SüdKulturFonds sind hier zu finden, die Listen der unterstützten Projekte hier.

   
 
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