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30 Jahre Kultur
und Entwicklung

[ma] Vor dreissig Jahren waren KünstlerInnen aus Afrika, Lateinamerika und Asien auf Schweizer Bühnen und in hiesigen Ausstellungshäusern noch eine Rarität. Bob Marley, Miriam Makeba und Ravi Shankar waren zwar schon damals Weltstars und das Berner Gurtenfestival programmierte regelmässig zwei bis drei praktisch unbekannte Bands aus dem Süden der Welt. Bildende KünstlerInnen aus diesen Erdteilen waren jedoch im besten Fall in einem Völkerkundemuseum zu finden: Bis zur vieldiskutierten Ausstellung „Les magiciens de la terre“ im Centre Pompidou in Paris, wo erstmals eine grosse Zahl von KünstlerInnen aus dem Süden zu sehen waren, mussten nach 1985 noch vier Jahre verstreichen. „Die grossen kulturellen Leistungen aus der Dritten Welt werden hier wenig zur Kenntnis genommen. Dabei könnten sie viele Menschen begeistern und den ‚problematischen‘, belasteten Begriff der Dritten Welt positiver besetzen“, schrieb der Afrikakenner und Publizist Al Imfeld in einem Manifest, welches 1984 sieben Schweizer Hilfswerke dazu bewegte, eine gemeinsame Kulturstelle zu gründen. Mit nur 25 Stellenprozenten nahm am 1. Februar 1985 die Arbeitsgemeinschaft Kultur und Entwicklung ihre Arbeit auf: Vermitteln von Kulturschaffenden aus dem Süden, hauptsächlich mit dem Ziel, für die Anliegen der ...mehr

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Erschienen

Amagong

Amagong (2013)

[jk] Die Freundschaft zwischen Sibiri Dougoutigui Diabaté und Martin Müller ist so lang wie der effektive Name der Truppe: "Association Mélomane des Amis du Grand Orchestre National de Gondwana". Das mag erstaunen, da ein Cello und ein Balafon nicht unbedingt auf Anhieb Freundschaft schliessen. Müller und sein Cello reisten vor zwanzig Jahren durch Westafrika. In Burkina Faso trafen sie auf Sibiri Diabaté, der die Klanghölzer seines Balafons auf die uns Westlern geläufige chromatische Klangstruktur umgebaut hatte. Das erste Projekt, G.O.N.G., segelte unter dem Label Afro-Fusion, erlebte zwei Tonträger-Produktionen und einige Konzerttouren. Nun, rund 10 Jahre später, erhält die Freundschaft neue Songs.

 

Das Cello hat eine fünfte Saite erhalten, benimmt sich wie ein junger Bass und springt quicklebendig durch die Rhythmen. Diabaté ist sowohl Meister der Klanghölzer wie auch der Stimmbänder. Gitarrist Hassan Dembélé bringt eine Portion Gitarrenjazz der amerikanischen Art mit, und Perkussionist Willy Kotoun mischt mit Schlagzeuger Moise Quattara ein sprudelndes Rhythmus-Süppchen. Egal ob man sich schelmisch vor G.F. Händel verbeugt oder eine Mandingue-Melodie mit Alpengeruch anklingt: Die Produktion macht gute Laune.

 

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Hinweise

Weniger für uns.
Genug für alle.


Die Hilfswerke Brot für alle, Fastenopfer und Partner sein führen seit vielen Jahren während der Fastenzeit die ökumenische Kampagne durch. Ziel ist, die breite Öffentlichkeit für die Ungerechtigkeit zu sensibilisieren, dass weltweit rund eine Milliarde Menschen an Hunger leiden. Am Beispiel der Futtermittelproduktion für Masthühner zeigt die Kampagne 2015 auf, wie die Poulets, die wir hier verzehren, Kleinbauern im Süden buchstäblich die Lebensgrundlage wegfressen. Mehr zum Thema: http://www.sehen-und-handeln.ch

 

In Zusammenrbeit mit der Drehbuchautorin Jasmine Hoch und Carine Kapinga, Schauspielerin, wurde ein 20-minütiges Inputtheater zum Thema erarbeitet, das bei artlink gebucht werden kann. Mehr Infos hier.
(Bild: Carine Kapinga © F. Rothenberger)

   
 
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