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Gefangene der Geschichte

Für viele Historiker setzt sich das Thema ihrer Forschung aus Ereignissen zusammen, die eine bestimmte Ursache haben und eine bestimmte Folge von Wirkungen zeitigen. Diese Art und Weise des Erzählens von Geschichte läuft auf eine Kette scheinbar selbsterklärender historischer Fakten hinaus. Nationen, Persönlichkeiten, Kriege, Fälle von Verrat und Allianzen bilden nur scheinbar die Ordnung für das Verständnis und die Vermittlung von Geschichte. Die Schwierigkeit einer derartigen Geschichtsschreibung wird offensichtlich, sobald es um die Interpretation der enormen Menge von Quellenmaterialien geht, die jedem Historiker zugänglich sind. Widersprüche beginnen sich anzuhäufen, und die Geschichte, die zuvor womöglich für selbstverständlich gehalten wurde, ändert ihren Verlauf.

In seiner ersten Einzelausstellung in Europa nutzt der bangladeschische Autor und Künstler Naeem Mohaiemen die Kunsthalle Basel als Schauplatz für die von ihm so genannte Idee des „explodierten Geschichtsbuchs“. Mohaiemens Filme, Fotografien, Mixed-Media-Objekte und Essays gründen auf einer Kombination der großen Geschichte mit kleinen Geschichten rund um das subkontinentale Nationendreieck Bangladesch, Indien, Pakistan und den einzelnen ...mehr

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I Have Killed Pharao, I am not Afraid to Die

2010, Polaroids in Harz

Naeem Mohaiemen, Kunsthalle Basel, bis 24. August


 
   
 
Erschienen

Basel Rajoub Trio

Asia
(Edict Records 2013)

[es] Ohne Zweifel, Basel Rajoub ist ein Ausnahmetalent; vom Jazz inspiriert entlockt er seinem Saxophon die Mikrotöne der arabischen Tonleitern. Beim Anhören seiner neusten CD "Asia" überrascht aber vor allem die offenbare Schlichtheit, die Kunst seiner Melodien: Mit wenigen, seltsam familiär tönenden Noten zielt der syrische Musiker und Komponist direkt auf unsere intimsten Empfindungen. Basel Rajoub ist ein Konzentrat von höchst dramatischer Sensibilität, seine Musik ist intensiv melancholisch und gefühlsbetont. Jedes Instrument des unglaublich starken Trios entwickelt in freien Improvisationen seine Persönlichkeit. Die intensiven Arpeggien und Crescendos der Qanun (Kastenzither) von Feras Sharstan zeugen von grosser Leidenschaft, die Rhythmen des Perkussionisten Khaled Yassine von einer Subtilität, die unter die Haut geht. Die ganze CD lässt sich in einem Zug geniessen. Basel Rajoub, der sich inzwischen in Genf niedergelassen hat, ist erfreulicherweise ein produktiver Mensch. Nach seinen bemerkenswerten Auftritten am Cully Jazz Festival und am Amman Jazz Fesitval in Jordanien, arbeitet er unter dem Namen "Soriana" an einem musikalischen Projekt variabler Grösse: eine neue Trioaufnahme ist für diesen Herbst geplant, die neue Formation umfasst auch Musiker aus der Schweiz und aus Italien. Fortsetzung folgt.

 

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[Alle Besprechungen]

 

 
Hinweise

SüdKulturFonds

Fachkommission Musik vom 19. Mai 2014


[ma] 25 Gesuche hatte die Musikkommission an ihrer letzten Sitzung zu beurteilen, so viele wie noch nie bisher. Auch der angefragte Betrag lag mit rund CHF 350'000 weiter über dem üblichen und auch dem zur Verfügung stehenden Budget. Die Kommission hatte damit keine andere Wahl, als die Kriterien des Fonds sehr streng anzuwenden und sich in erster Linie auf Projekte zu konzentrieren, die von den programmierten KünstlerInnen her oder von der Bedeutung des Anlasses als Plattform für deren Marktzugang als prioritär beurteilt werden können. Auch so war es nicht möglich, allen finanziellen Erwartungen zu entsprechen. 17 Gesuchen wurden CHF 93'000 zugesprochen, ein Gesuch mussten auf die nächsten Sitzung verschoben werden, die restlichen 7 erhielten eine Absage. Die bewilligten Beiträge gingen in 11 Fällen an Festivals, an zwei Tourneen und an eine Veranstaltungsreihe. Zudem wurde die Produktion von drei CDs unterstützt.

 

Ausführliche Informationen zum SüdKulturFonds sind hier zu finden, die Listen der unterstützten Projekte hier.

   
 
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