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Danke, Al

„Wann warst du dort?", „Wer war noch da?" Die Leute aus Al Imfelds grossem Bekanntenkreis haben dies einander oft gefragt. Dass er im Januar jeweils zehn Tage lang Geburtstag feierte, zwei Mal täglich eine nach dem Zufall zusammengewürfelte Runde in seiner alten Wohnung im Zürcher Kreis 5 empfing, war legendär und äusserst beliebt. Und meistens lag dann ein neues Buch von Al auf, ein Gedichtband, eine Textsammlung und als letztes „AgroCity. Die Stadt für Afrika“. Ein Band mit erotischen Gedichten war nicht rechtzeitig fertig geworden.

 

Mit 82 ist Al Imfeld am 14. Februar 2017 gestorben. artlink hat dem Theologen, Entwicklungsexperten, Journalisten und Kenner Afrikas viel zu verdanken. Mit seinem „Plädoyer für mehr Kulturvermittlung aus Entwicklungsländern“ (1983) war er Mit-Initiant von artlink (damals unter dem Namen „Kultur und Entwicklung), weil er überzeugt war, dass Kultur und das kulturelle Schaffen wichtig sind, um „Projektionen, Abwehrreaktionen, Hoffnungen und Falsch-Erwartungen“ zu begegnen und Respekt zu schaffen.

Als Literaturverantwortliche von artlink habe ich Al viel zu verdanken. Seine frühen Publikationen im Unionsverlag über afrikanische Literatur („Verlernen, was mich stumm macht. Lesebuch zur afrikanischen Kultur“, 1980; „Vision und Waffe. Afrikanische Autoren, Themen, Traditionen“, 1981) ...mehr

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Bild: Kaspar Weilenmann


 
   
 
Erschienen

Doctor King'esi

Rafiki (2016)

[ma] Nun hat er es geschafft: auf seiner neusten – immerhin schon neunten – CD hat der in Thun lebende kenianische Sänger Doctor King’esi eine ganze Band um sich geschart: Tony Schiavano am Bass, Samuel Baur hinter dem Schlagzeug und als Gastmusiker Lucien Dubuis, welcher Bassklarinette spielt. Der Sänger und Gitarrist ist seiner Tradition treu geblieben und singt 13 überwiegend selbst geschriebene Lieder zu Freundschaft, Liebe und Lebensweisheiten, wie er das seit vielen Jahren meist Solo und als Strassenmusiker macht. Den zurückhaltend für ein Quartett arrangierten Kompositionen erschliessen sich damit neue Klangräume und rhythmische Strukturen, welche Doctors klare Stimme und seine auf Suaheli vorgetragenen Geschichten gut zur Geltung bringen. Nach Auskunft des Sängers ist eine Plattentaufe in einem Berner Konzertlokal geplant. Da sind wir gespannt darauf und wünschen ihm auch danach weitere Konzerte mit der ganzen Band.

 

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Hinweise

In den Sprachen zuhause

 

Ein Leseabend mit mehrsprachigen Autor_Innen


Vor fast 20 Jahren veröffentlichten artlink und die Erklärung von Bern «Küsse und eilige Rosen», ein Lesebuch der fremdsprachigen Schweiz mit Texten und Porträts verschiedener Autoren und Autorinnen, die in die Schweiz migriert sind und für die diese Wanderung auch eine literarische Herausforderung ist. Eingeladen sind die Schweizer AutorInnen

 

Cikuru Batumike (geboren in Zaire), Francesco Micieli (geboren in Italien), Marius Daniel Popescu (geboren in Rumänien), Dragica Rajcic (geboren in Jugoslawien).

 

Lesung und Gespräch: Französisch - Deutsch Begleitet von: Chudi Bürgi, Edita Skalic, Susan Wohlgemuth www.maximtheater.ch

 

Bild: Cikuru Batumike

   
 
   © artlink | Büro für Kulturkooperation      Design: Eva Rolli Visuelle Gestaltung