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Literatur - unvorhersehbar

Am diesjährigen Babel Festival für Literatur und Übersetzung sind Autoren und Autorinnen aus der Karibik zu Gast. Die Karibik als Kulturraum am Kreuzungspunkt verschiedener Kulturen, von Afrika, Europa und Amerika (und Asien) und von verschiedenen Sprachen, der eine einzigartige kreative Vitalität hervorbringt – „eine Mischung der Kulturen, die Unvorhersehbares herstellt“, wie der Philosoph Edouard Glissant die „Kreolisierung“ umschrieben hat – die eine Art Vorbild für die Entwicklung weltweit ist..

Am Festival treffen sich französisch-, englisch- und spanischsprachige Autoren und Autorinnen zum Gespräch mit italienischsprachigen Journalisten und Autoren.

Neben den im deutschen Sprachraum bereits gut bekannten, weil übersetzten, Autoren Patrick Chamoiseau (Martinique), Lyonel Trouillot (Haiti), Abilio Estévez (Kuba) und dem Grand Seigneur der Literatur aus Trinidad, Earl Lovelace, können in Bellinzona weitere AutorInnen entdeckt werden: Elizabeth Walcott-Hackshaw (Trinidad ), Rita Indiana Hernandez (Dominikanische Republik), Robert Antoni (USA/Trinidad) und Kei Miller (Jamaica). Gute Argumente, um ins Tessin zu reisen!

 

12. bis 14. September 2014

babelfestival.com

(Bild: Lyonel Trouillot)

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Erschienen

Nehad El-Sayed

Yarns
(TMR 2014)

[ma] Nach einer Ausbildung zum klassischen Oud-Spieler und Musiklehrer in Kairo kam Nehad El-Sayed 2005 als artist-in-residence in die Schweiz. Hier knüpfte er Kontakte mit der Hochschule der Künste in Bern, entdeckte die bekannten Komponisten der Gegenwart und erwarb 2010 schliesslich den Master in Komposition und Theorie in Bern. Im Booklet seiner ersten CD beschreibt er, wie er sich seither von den Fäden der unterschiedlichen Musiktraditionen umwoben fühlt und wie er darin sein eigenes Netz spinnt. Begleitet von vier Musikern aus Ägypten und der Schweiz hat Nehad ein vielschichtiges, überraschendes und sehr persönliches Werk eingespielt. Die klassisch-arabische Improvisationsform des Taqasim trifft auf westlich geprägte Loop-Formen, modale Passagen gehen in Polyphonie über. Bassklarinette und Kontrabass öffnen der virtuos gespielten Oud Raum in die Tiefe, diverse Trommeln, Schellenringe und Cajón sorgen für viel Drive in den rhythmusstarken Passagen. Das Album wurde von den fünf Musikern im vergangenen Mai und Juni in der Schweiz in 10 Konzerten live präsentiert.

 

       [CD Index]

[Alle Besprechungen]

 

 
Hinweise

SüdKulturFonds

Fachkommission Musik vom 19. Mai 2014


[ma] 25 Gesuche hatte die Musikkommission an ihrer letzten Sitzung zu beurteilen, so viele wie noch nie bisher. Auch der angefragte Betrag lag mit rund CHF 350'000 weiter über dem üblichen und auch dem zur Verfügung stehenden Budget. Die Kommission hatte damit keine andere Wahl, als die Kriterien des Fonds sehr streng anzuwenden und sich in erster Linie auf Projekte zu konzentrieren, die von den programmierten KünstlerInnen her oder von der Bedeutung des Anlasses als Plattform für deren Marktzugang als prioritär beurteilt werden können. Auch so war es nicht möglich, allen finanziellen Erwartungen zu entsprechen. 17 Gesuchen wurden CHF 93'000 zugesprochen, ein Gesuch mussten auf die nächsten Sitzung verschoben werden, die restlichen 7 erhielten eine Absage. Die bewilligten Beiträge gingen in 11 Fällen an Festivals, an zwei Tourneen und an eine Veranstaltungsreihe. Zudem wurde die Produktion von drei CDs unterstützt.

 

Ausführliche Informationen zum SüdKulturFonds sind hier zu finden, die Listen der unterstützten Projekte hier.

   
 
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