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Archiv Artikel
03.07.2012

Stilgrenzen aufgehoben

[jk] Auf rund 20 Bühnen zündet die Stadt Lausanne während einer Woche ein kulturelles Feuerwerk: Skulpturen, Videoinstallationen, Theater, Ausstellungen, Literatur, Tanz, Zirkus, Performance, und viel Musik von Pop über Chanson bis HipHop und Jazz. Ein paar grenzüberschreitende Artisten seien hier heraus gepickt: Als DJ und Rapper steht Spoek Mathambo mit einem Bein in Johannesburg, mit dem anderen In Malmö. Der Südafrikaner ist einer der gewieftesten Kulturaustauscher der aktuellen Hip Hop Szene (10. Juli). Menwar ist der musikalische Botschafter der Insel Mauritius. Seine Sega-Grooves sind stark beeinflusst von madagassischen Harmonien, wobei auch Reggae und der Maloya von La Réunion als stilistische Erweiterungen zum tönen kommen (12. & 13. Juli).

 

Die beiden amerikanischen Schwestern Bianca und Sierra Cassidy, bekannt unter dem Künstlernamen CocoRosie singen ihre Folk-Sirenen-Melodien für einmal nicht mit digitalen Begleit-Geräten, sondern treten in diesem Festivalsommer zusammen mit der indischen Gypsy-Truppe Rajasthan Roots auf (13. Juli). Wenn sich Lansiné Kouyaté aus Mali und David Neerman aus Frankreich gegenüber stehen, dann tanzen Balafon und Vibraphon von den Mandingo-Melodien Malis bis in den europäischen Jazz durch sämtliche Stilwelten (14. Juli). Und wenn’s mal etwas ganz Ausgefallenes sein darf: Am Sonntag 15. Juli gibt’s skurrile Töne mit dem Wiener Gemüseorchester. Da zeigen Gurken, Karotten, Kürbis oder Lauch, gewürzt mit einem Schuss Elektronika, ihre ungeahnten musikalischen Talente.

 
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