Das Büro für Kulturkooperation artlink ist die Schweizer Fachstelle für Kunst und Kultur aus Lateinamerika, Afrika, Asien und Osteuropa.

Annulé – Verschoben

Die Aktualisierung der artlink-Agenda der letzten Wochen hiess vor allem: Regelmässiges Überprüfen der Festival-Webseiten und das Eintragen von Absagen und Verschiebungen von Konzerten mit internationalen Künstler*innen. Lange gehofft und dann doch kapituliert haben z.B. das Festival Cinémas d’Afrique Lausanne, Musiques en été in Genf und das Literaturfestival Leukerbad – trotz „Wagemut, Durchhaltewillen und ein wenig Sturheit“, wie es auf der Homepage heisst.

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Das Kulturfestival St. Gallen ebenso wie das Festival da Jazz in St. Moritz experimentieren mit einer light Version mit vorwiegend Schweizer Acts. Andere Musikfestivals (pod’ring Biel/Bienne, Buskers Neuchâtel) lassen es offen, ob in diesen unplanbaren Zeiten nicht doch noch etwas Ungeplantes passieren wird. Dezentrale Formen werden geprüft (Belluard). „Es wird ein Festival geben“, meldet das Theaterspektakel, „zur selben Zeit, aber in anderer Gestalt. In der Stadt, auf den Computern oder in Gesprächen.“  Einige  OpenAir-Festivals wurden – hoffnungsvoll – nach hinten verschoben (Im Fluss Basel, das Afro Fusion Festival Lausanne), was nicht zuletzt wegen der herbstlichen Temperaturen ein gewisses Risiko ist.

Vom stillen Sommer ist die Rede (Montreux: „un rivage silencieux“;  „Statt literarische Sternstunden unter freiem Himmel erwartet uns also ein stiller Sommer“ (Literatur Openair Zürich).

Viele der abgesagten Veranstaltungen kann man auf verschiedene Weisen unterstützen. So weisen die Veranstalter*innen der Winterthurer Musikfestwochen und des B-Sides Festival darauf hin, dass die bereits gekauften Tickets rückerstattet oder auch gespendet werden können.

Hoffnungsvoll und tapfer geht der Blick ins 2021: „Wir schliessen ab – und freuen vor“ (Reeds Festival). „Souviens-toi l’été prochain !“ (Paléo Nyon).  „Wir versprechen unseren vollen Einsatz, damit uns das Afro-Pfingsten Festival erhalten bleibt“, heisst es aus Winterthur.

Streaming-Dienste und andere Onlineservices werden in der Zwischenzeit neue Gefässe hervorbringen und die Kreativität beflügeln. Das Bedürfnis nach kulturellen Gemeinschaftserlebnissen und dem direkten künstlerischen Austausch werden sie bis dahin jedoch kaum zu stillen vermögen.

Visa Info

30.6. Der Schengen-Raum öffnet seine Aussengrenzen für 15 Drittstaaten. Die einzelnen Länder können jedoch noch eigene Einschränkungen beibehalten: Hier der Bericht

Hilfe für Kultur

Einen Überblick über die Massnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen für Kulturunternehmen und Kulturschaffende finden Sie hier.
Der 20. September ist die neue Deadline für die Eingabe von Gesuchen um Ausfallentschädigung.

Der SüdKulturFonds unterstützt Produktionen und Veranstaltungen mit KünstlerInnen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa (nicht EU-Länder). Gesuche sind elektronisch einzureichen auf:  www.suedkulturfonds.ch

Agenda
Freitag
 
14.08.2020
Le Châble

1934 Le Châble
www.palpfestival.ch

Altin Gün (Turkey/NL) Turkish Psych Folk

Call for artists

Das Showcase-Festival in Marseille kommt nach zwei Jahren Pause mit einem leicht geänderten Namen zurück und lanciert einen "Call for artists". Es wird im März 2021 stattfinden, im November 2020 werden Gesprächsrunden, Konferenzen und Konzerte den Anlass vorbereiten. Deadline für Kandidaturen: 29. Juli 2020.

Sauti za Busara:
Call for Artists

Das international viel beachtete Festival Sauti za Busara in Stone Town, Sansibar, lanciert den Call for Artists für die nächste Ausgabe vom 11. – 14. Februar 2021. Regelmässig treten dort auch Gruppen aus der Schweiz auf, z.B.: Thais Diarra, Kazanchis +2, OY oder Kara Sylla Ka. 

Nervenprobe Visum

Eine Kontext-Sendung von SRF2 geht der immer noch wenig erfreulichen Realität in einer von Visavorschriften gezeichneten Welt nach. Mit Beiträgen von Venuri Perera (Sri Lanka) und Boyzie Cekwana (Südafrika).