Das Büro für Kulturkooperation artlink ist die Schweizer Fachstelle für Kunst und Kultur aus Lateinamerika, Afrika, Asien und Osteuropa.

Ngunza – Der Prophet. Eine Empfehlung

Für nicht-deutschsprachige Schauspieler*innen ist es auf hiesigen Bühnen schwierig. In der neuesten WoZ wird „Theater und Migration“ auf Schweizer Bühnen thematisiert (Download pdf). Für dunkelhäutige Bühnenkünstler*innen sind die Möglichkeiten erst recht eingeschränkt. Eine Auftragsarbeit des Theater Konstanz öffnet einen Raum.

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Der aus Togo stammende Ramses Alfa ist in Konstanz kein Unbekannter. Er hat schon in verschiedenen Produktionen als Schauspieler mitgewirkt und hatte nun als Regisseur mit „Ngunza – Der Prophet“ Premiere. Gespielt wird es vorwiegend von Schauspielern und einer Schauspielerin afrikanischer Herkunft. Das Stück von Rafael David Kohn spricht vom Widerstand gegen den Kolonialismus in Belgisch-Kongo um 1921. Charles (Jubril Sulaimon), der für die Europäer im Krieg war, ist zerrissen zwischen der Scham, „ein Weisser geworden zu sein“ und dem Wunsch nach Rache. Welche Form des Widerstands? Der bewaffnete Kampf der Aniota oder der gewaltlose Widerstand des Priesters Simon Kimbangu, des Propheten? Die Inszenierung überzeugt in der Dynamik, in der Komplexität der verschiedenen Charaktere und dem Spiel, das den Schauspielern viel Platz lässt. Der Vielsprachigkeit wird überzeugend Rechnung getragen: Jubril Sulaimon, der seit langer Zeit auf deutschen Bühnen arbeitet, spricht, ebenso wie die zwei weissen Akteure (der Kolonialherr und der Arzt), Deutsch, die anderen antworten Französisch oder Englisch, wie der aus Malawi stammende „Berner“ Schauspieler Mbene Mbunga Mwambene, der einen Aniota-Aktivisten verkörpert.

Weitere Spieldaten

Die Tipps der Profis

Die internationale Vereinigung von frankophonen Kulturexperten AIECF publiziert aufschlussreiche Videos zur Entwicklung einer internationalen Künstler*innen-Karriere. Das Video hier z.B. ist an der Musikmesse Womex in Budapest entstanden.

Der SüdKulturFonds unterstützt Produktionen und Veranstaltungen mit KünstlerInnen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa (nicht EU-Länder). Gesuche sind elektronisch einzureichen auf:  www.suedkulturfonds.ch

Agenda
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09.12.2019
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Solothurn

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