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Jenseits gängiger Hörgewohnheiten

[ma] Im September und Anfang Oktober sind drei Musikprojekte in der Schweiz auf Tournee, welche sich alle ziemlich ausserhalb des Mainstreams positionieren, der heute auf vielen Worldmusic-Bühnen zu hören ist. Unterwegs sind MusikerInnen aus China, Argentinien, Kirgistan und Tadschikistan, welche alle schon seit Jahren mit hiesigen Instrumentalisten zusammenarbeiten: Der aus Argentinien angereiste Bassist Franco Fontanarrosa (Bild) spielt mit dem in der Jazz-Szene bestens bekannten Luzerner Gitarristen Christie Doran und dem Schlagerzeuger Lukas Mantel in der Standardformation Gitarre-Bass-Schlagzeug. Unter dem Namen Sound Fountain pflegen die drei eine sehr energetische, von der verzerrten Gitarre und einem präzisen Interplay geprägte Musik. Das aktuelle Album der Gruppe „Belle Epoque“ wurde letztes Jahr live in Buenos Aires eingespielt.

Klassisch zentralasiatische Instrumente und Einflüsse prägen das Trio Interkontinental, mit welchem Jusup Aisaev aus Kirgistan, Abduvali Ikramov aus Tadschikistan und der Schweizer Saxofonist Martin Schumacher seit über 10 Jahren schon unterwegs sind. Eine intime Musik, in welcher wirblige Melodien, gespielt auf Zupf-, Streich- und Blasinstrumenten, mit filigraner Perkussion unterlegt sind. In nachdenklichen Momenten kann aber auch die Klangvielfalt ...mehr

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Erschienen

Yvonne Adhiambo Owuor

Der Ort, an dem die Reise endet
Dumont Buchverlag, 512 Seiten
In der Reihe des Anderen Literaturklub

Kenia, 2007. Odidi Oganda, ein hochtalentierter Student, wird in den Straßen Nairobis erschossen. Seine Schwester Ajany kehrt aus Brasilien zurück, um mit ihrem Vater seinen Leichnam nach Hause zu überführen. Doch die Heimkehr auf die verfallene Farm im Norden des Landes hält keinen Trost für sie bereit. Zu schmerzhaft sind die Erinnerungen, die der Mord heraufbeschworen hat und die die Familie im Griff halten: an die koloniale Gewaltherrschaft und die blutigen Auseinandersetzungen nach der Unabhängigkeit. Ajanys Mutter flieht von Wut und Trauer erfüllt in die Wildnis. Und ihr Vater muss sich einer brutalen Wahrheit stellen. Yvonne Adhiambo Owuor erzählt in einer Sprache voller Kraft und Intensität auch eine Geschichte von universeller Dringlichkeit – von Macht und Täuschung, von unerwiderter Liebe und dem unbeirrbaren Willen zum Überleben.

 

Yvonne Adhiambo Owuor wurde 1968 in Kenia geboren. 2003 wurde eine ihrer Kurzgeschichten mit dem Caine Prize for African Writing ausgezeichnet. «Der Ort, an dem die Reise endet» ist ihr erster Roman, für den sie 2015 den Jomo Kenyatta Prize for Literature erhalten hat. Yvonne Adhiambo Owuor lebt in Nairobi.

[Alle Besprechungen]

 

 
Hinweise

SüdKulturFonds

Beitragssprechungen bis Ende Juli


128 Gesuche haben die zuständigen Gremien des SüdKulturFonds seit Anfang Jahr behandelt. 95 davon erhielten einen Beitrag zugesprochen, 33 Anträge wurden abgelehnt. In der Sparte Musik wurden 40 Gesuche zusammen mit den externen Experten behandelt, 31 direkt durch die Geschäftsstelle. Letztere ist für Anträge unter CHF 5‘000 zuständig. Im Bereich Tanz und Theater wurden 15 von 17 Gesuchen zusammen mit der externen Expertin entschieden, in der Sparte visuelle Kunst 10 von 18. Im Bereich Literatur betrafen 8 von 15 Anträgen literarische Übersetzungen ins Deutsche, diese wurden von der Jury in Frankfurt behandelt, welche von der dort ansässigen Fachstelle Litprom betreut wird. In der Sparte Film wurden alle 3 bisher eingereichten Gesuche zusammen mit der externen Expertin positiv entschieden. Insgesamt wurden in den vergangenen 7 Monaten CHF 587‘470 vergeben, 50 % davon zugunsten der Sparte Musik, 13,6 % an Filmfestivals, 11,8 % an Theaterprojekte.

 

Der nächste Eingabetermin für Gesuche ab CHF 5‘000 ist der 31. August. Die Anträge müssen elektronisch auf www.suedkulturfonds.ch eingereicht werden, die Projekte dürfen nicht vor dem 28. September zu Realisierung kommen.

   
 
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