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Musik im Freien

Die Sommerferien beginnen – in den Städten wird es ruhiger; die Kulturhäuser sind geschlossen, die Clubs stellen auf Disco um. Dafür gibt es im Freien Kulturanlässe an zum Teil lauschigen Orten: Im Parc La Grange in Genf zum Beispiel mit den Musiques en été und den Jazz-Konzerten im Théâtre de l’Orangerie AMR. Oder am Mühleplatz in Thun, wo das Festival Am Schluss stattfindet, im Innenhof des historischen Museums in St. Gallen Kulturfestival oder auf dem Platz Georges Python in Fribourg Les Georges. Städtisch sind auch das Afro Fusion Festival in Lausanne, das Buskers Bern und Buskers Neuchâtel und die Winterthurer Musikfestwochen. Reizvolle Festivals in Seenähe gibt es nicht nur in Montreux und Nyon Paleo, sondern auch, besonders für Reggaefreunde, am Bielersee Lakesplash und am Pfäffikersee Reeds Festival.

 

An allen diesen Orten treten Musiker und MusikerInnen aus Afrika, Asien und Lateinamerika auf; Details finden sich in der artlink-Agenda. Acts aus dem Süden und Osten der Welt zu programmieren ist längst nicht für alle Sommerfestival selbstverständlich. Auf interessante Weise setzt sich gegen Ende des Sommers das Internationale Musikfestival Alpentöne in Altdorf mit grenzüberschreitender Musik auseinander: Als „Seismograf musikalischer Befindlichkeiten der Alpen“ beherbergt es eine Tagung der  ...mehr

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Takeifa aus Senegal in Thun


 
   
 
Erschienen

Amine & Hamza

Fertile Paradoxes
ARC Music (2017)

[rh] ‚Fertile Paradoxes‘ nennt sich das neue Album der in der Schweiz lebenden tunesischen Brüder Amine & Hamza M‘Raihi. International bekannt sind sie mittlerweile für ihre Virtuosität auf der Oud und dem Kanun, den beiden Königsinstrumenten der klassischen arabischen Musik. In ihrem jüngsten Werk erforschen sie die Versatilität dieser traditionellen Instrumente im Jazz, der westlichen Klassik, dem Flamenco und der indischen Musik. Entstanden sind acht atmosphärisch dichte Kompositionen, die einmal hypnotisch oder verträumt oder dann stürmisch und zeitweilen gar überbordend wirken. Der Albumtitel beschreibt dabei auf zugespitzte Weise sowohl die Wahl der Ingredienzen als auch die Art ihrer Zubereitung: Kanun trifft auf Saxophon, Cello auf Tabla, Akkordeon auf Oud. Instrumente und Musikrichtungen, die gewöhnlich nicht miteinander agieren, vermischen sich auf diesem Album zu unerhörten und interessanten Klangfarben. Die Herkunftsländer der Musiker und selbst die Aufnahmeorte erstrecken sich von Indien, Polen, der Schweiz, Frankreich und Tunesien bis hin in die USA. ‚Fertile Paradoxes‘ liefert ein weiteres eindrückliches Exempel dafür, dass sich gute Musik nicht um Kategorien scheren muss und dass sich in ihr nichts grundsätzlich ausschliesst.

 

       [CD Index]

[Alle Besprechungen]

 

 
Hinweise

Ich dachte, wir sind alle Menschen

Ein Hörkunstprojekt


Samstag, 17. Juni 2017, 17 Uhr

Foyer Stadtmuseum Aarau

Lernende des Integrationsprogrammes der Kantonalen Schule für Berufsbildung moderieren eine 60minütige Live-Sendung. Direktübertragung auf Radio Kanal K auf 94,9 MHz. Streaming: www.kanalk.ch

 

Rund dreissig Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 bis 30 Jahren setzten sich während drei Monaten mit ihren Zukunftsperspektiven auseinander - mit Träumen und Möglichkeiten und Hindernissen. Daraus entstand ein akustischer "reality-check" zwischen Dokument und Fiktion.  Das Projekt wurde von der Performerin  Diana Rojas und dem Büro für Kulturkooperation artlink initiiert und gemeinsam mit dem Musiker Micheal Sauter und dem Schriftsteller Donat Blum realisiert. Es entstand in Partnerschaft mit dem Integrationsprogramm der Kantonalen Schule für Berufsbildung, Aarau. Die Lernenden stammen aus Eritrea, Äthiopien, aus Afghanistan, Iran, aber auch aus Mazedonien, Italien, Spanien, Portugal, Albanien, Kosovo sowie aus Lateinamerika. Details

 

Ein im Projekt realisierter Audio Walk (30') ist bis zum Ende der Ausstellung "Flucht" (17. September 2017) im Stadtmuseum Aarau verfügbar. Ausleihe am Empfang.

   
 
   © artlink | Büro für Kulturkooperation      Design: Eva Rolli Visuelle Gestaltung